Soziale Verantwortung

Ehrenamtliches Engagement ermöglicht es, Dinge zu bewegen. Man kann etwas verändern und soziale Verantwortung übernehmen, gesellschaftliche Prozesse mitgestalten. Ehrenamt gibt die Möglichkeit, etwas Sinnvolles tun. Viele Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler schätzen dieses gute Gefühl, ihren Platz gefunden zu haben und nicht nur für sich, sondern auch für andere, für die Gesellschaft etwas zu tun und die Welt ein Stück besser zu machen.

Selbsterfahrung

Ehrenamt bringt neue Lernerfahrungen und erweitert praktische Fähigkeiten. Es erweitert den Horizont, man erlebt sich selbst in neuen Situationen. Menschen, die wiss- und lernbegierig sind, offen für Veränderungen, schätzen es, sich im Ehrenamt weiterentwickeln zu können.

Kontakte knüpfen

Beim Ehrenamt kommt man unter Menschen, knüpft neue Kontakte und Austauch mit Anderen. Wer gerne neue Leute unterschiedlichster Herkunft und ganz unabhängig vom Alter kennenlernt, kann dies sehr gut im Rahmen eines ehrenamtlichen Engagements tun. Sich gemeinsam für eine gute Sache einsetzen, an einem Strang ziehen, auch mal diskutieren, zusammenarbeiten und Erfolge feiern: Im Ehrenamt findet man Gleichgesinnte – und oft auch Freunde fürs Leben.

Berufe ausprobieren

Ehrenamtliches Engagement kann sogar bei der beruflichen Karriere von Nutzen sein. So bietet es die Chance, verschiedene berufliche Tätigkeitsfelder auszuprobieren und dort Erfahrungen zu sammeln. Es erweitert Kompetenzen, das Erlernen neuer Dinge, die im Job zugutekommen oder bei einer Bewerbung von Vorteil sind. Viele Arbeitgeber bewerten ehrenamtliches Engagement positiv.

Prioritäten setzen

Mit dem Engagement für Menschen in Not, für Tiere oder die Umwelt, für einen Sportverein, die freiwillige Feuerwehr, Menschen mit Behinderung oder eine Bürgerinitiative in der Stadt werden gezielt Prioritäten gesetzt. Man tut, was man für wirklich wichtig hält. So hat man direkte Einflussmöglichkeiten und arbeitet daran mit, dass sich Dinge zum Besseren verändern und Herzensprojekte vorangetrieben werden.

Wo und wie wird sich engagiert?

Die Ehrenamtlichen engagierten sich vor allem in Sportvereinen, kirchlichen Einrichtungen und Hilfsorganisationen. Im Jahr 2019 verzeichnete die evangelische Kirche über 1,07 Millionen ehrenamtliche Mitarbeiter. Laut dem Verantwortungsbarometer 2018 war das ehrenamtliche Engagement in Rheinland-Pfalz am höchsten: Dort hatten rund 14 Prozent der Personen im Jahr 2017 in den letzten fünf Jahren ein Ehrenamt neu begonnen oder dieses verstärkt. Auf dem zweiten Platz des Rankings platzierte sich das Bundesland Hamburg (11 Prozent).

Und was macht dabei eine Freiwilligen-Agentur?

(Quelle: Bagfa)

Ehrenamtliche in Deutschland

Auf Grundlage der bevölkerungsrepräsentativen Studie VuMA (Verbrauchs- und Medienanalyse) wurden von den insgesamt 70,63 Millionen in Deutschland lebenden Personen ab 14 Jahren rund 15 Millionen Personen im Jahr 2020 zu der Gruppe der Ehrenamtlichen gezählt. Sie zeichneten sich durch andere demografische Strukturen als die Gesamtbevölkerung aus. Die Mehrheit der Ehrenamtlichen in Deutschland war zu dieser Zeit über 50 Jahre alt – knapp ein Fünftel war 70 Jahre und älter. Insgesamt verfügten sie über eine höhere Schul- und Berufsausbildung als die Gesamtbevölkerung: Gut ein Drittel besaß die allgemeine Hochschulreife und etwa 18 Prozent hatten einen Hochschulabschluss. Die Ehrenamtlichen waren zudem zu zwei Drittel voll Berufstätige oder Rentner, die früher berufstätig waren. Außerdem verfügten die Personen mit ehrenamtlichem Engagement über ein insgesamt höheres Haushaltsnettoeinkommen als die deutsche Bevölkerung.

Quellen: Statista (https://de.statista.com)